Nachdem in den vergangenen 9 Monaten zahlreiche Informationen durch den ehemaligen Gesellschafter und Geschäftsführer von THE GROW GmbH, Bernhard Schindler verbreitet wurden und weiterhin werden, möchten wir mit diesem Schlussbericht einen abschließenden Faktenbericht geben.
Wie berichtet (https://bk-group.eu/stellungnahme/) verkaufte die bk Group AG im August 2023 all Ihre Anteile an der StartUp-Beteiligung THE GROW GmbH. Die Zahlung des Kaufpreises wurde final auf 5 Teilzahlungen aufgeteilt. Nachdem die 2. Teilzahlung am 15.02.2025 nicht bezahlt wurde, gingen nach zahlreichen leeren Zahlungsversprechungen alle Firmenanteile der bis dahin alleinigen Beteiligungsfirma von Herrn Bernhard Schindler ungewollter Weise an die bk Group AG über. Eine von Bernhard Schindler beantragte einstweilige Verfügung wurde vom LG Landshut (Az: 91O 967/25) am 30.04.25 zurückgewiesen.
Nach sofort erfolgter Sichtung der Finanzen und Prüfung der Gesamtlage, durch den neuen Gesellschafter bk Group AG, musste nur wenige Wochen später als einzige Möglichkeit Insolvenzantrag für sämtliche Firmen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gestellt werden. Somit kam die bk Group AG ohne Verschulden in das Insolvenzverzeichnis. Für die vorhandenen Mitarbeiter konnte für 3 Monate erfolgreich Insolvenzgeld beantragt werden.
Es wurde festgestellt, dass der Jahresabschluss 2023 noch nicht fertiggestellt und auch über Jahre hinweg keine korrekten Steuererklärungen abgegeben wurden. Für die Jahre 2024 & 2025 lag eine rudimentäre Buchhaltung vor, jedoch waren alleine 1800 Kreditkartenbelege nicht verbucht. Ohne diese Belege betrug der Verlust im fünften Jahr in Folge, nur im Geschäftsjahr 2024 bereits über € 750.000.
In einer Imagebroschüre von November 2024 warb das Unternehmen mit 943 Mitgliedern. Zur Insolvenzeröffnung konnten lediglich 177 aktive Mitglieder erfasst werden.
Es wurden insgesamt 14 geleaste, sehr hochwertige Firmenfahrzeuge für lediglich zehn Mitarbeiter vorgefunden.
In den Jahren 2023 & 2024 wurden Darlehen in der Gesamthöhe von 2,6 Millionen bei 21 Gläubigern aufgenommen.
Schnell gründete der Ehemann von Herrn Bernhard Schindler ((AZ+) 750.000 Euro sind schon weg: Dieses bayerische Unternehmen ist insolvent | Abendzeitung München) – Jannis Brendel ein neues Unternehmen – THE GROW Match Forum GmbH, welches für ein geringes Investment im August das CRM-System und den Namen THE GROW käuflich erwarb. Von den zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen sieben Mitarbeitenden unterzeichneten zwei umgehend auf eigenen Wunsch einen Aufhebungsvertrag, da diese lt. eigenen Aussagen nicht nochmals unter der neuen/alten Führung arbeiten wollten.
Lt. den uns vorliegenden Informationen wurden Forderungen in Höhe von über 5 Mio. angemeldet.
Am 04.11.25 folgte ebenso die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die SG Beteiligungsgesellschaft mbH. Die Höhe der hier zusätzlich angemeldeten Forderungen ist aktuell noch nicht abschließend bekannt.
Somit sind öffentliche Äußerungen von Herrn Bernhard Schindler hinsichtlich der Liquiditätssituation seiner Unternehmen zum Eintrittszeitpunkt der bk Group AG nachweislich falsch. Alle Unternehmen unter der alleinigen Führung von Bernhard Schindler waren zum Eintritt der bk Group AG als Gesellschafter überschuldet und zahlungsunfähig.
Mit welchen Versprechungen und scheinbar positiven Zahlen 21 Darlehensgeber, speziell in 2024 als Geldgeber gewonnen werden konnten, entzieht sich unserer Erkenntnis. Einer der Darlehensgeber, Bauunternehmer Uwe K. schildert den ihm betreffenden Sachverhalt mit bemerkenswerter Klarheit: Im Zuge der Einwerbung eines an die damals noch unter „GROW Innovation Sustainable Verwaltungsgesellschaft mbH“ firmierende THE GROW GmbH zu gewährenden Darlehens sei er mit positiven Prognosen, auffallender Zugewandheit sowie mit einer hohen Frequenz an Telefonaten und sogar einem persönlichen Besuch umworben worden.
Ihm sei ein Bild eines dynamisch wachsenden und wirtschaftlich stabilen Unternehmens vermittelt worden, was dann zum Abschluss eines Darlehensvertrages in Höhe von EUR 750.000 geführt hat. Nach dem Darlehensvertrag war dieses Darlehen ab Auszahlung am 04.08.2024 von THE GROW mit einem Festzinssatz von 7,5 % p.a. zu verzinsen. Dies bei vierteljährlicher Zinszahlung.
Nach der ersten Einforderung der fälligen, aber nicht bezahlten Zinsen habe sich das Verhalten auf Seiten von THE GROW jedoch schlagartig gewandelt. Die zuvor intensive Kommunikation wich vollständiger Funkstille – die beiden Ansprechpartner Schindler und Brendel waren für ihn nicht mehr erreichbar. Eine mit der Einforderung der Zinsen beauftragte Mitarbeiterin erhielt nach Versand des Mahnschreibens wegen ausstehender Zinsen am 21.02.2025 an die Adresse info@the-grow.com sogar die Mitteilung, diese Mail werde direkt vom Clientserver gelöscht, da diese „mit Sicherheit keiner der Mitarbeiter sehen soll.“. Diese Entwicklung fiel in eine Phase, in der nach Darstellung von Bernhard Schindler das Unternehmen THE GROW in Anbetracht seiner klar zukunftsgerichteten und wachstumsstarken Geschäftsidee neu ausgerichtet werden sollte.
Auffällig sind hingegen mehrere festgestellte Faktoren in der Buchhaltung. So wurde parallel zum Netzwerk THE GROW über mehrere Monate hinweg ein eigenständiger Kreis – der sog. Schindler Circle mit einem eigenen Unternehmen aufgebaut. Hier wurden umfangreiche Marketingmaßnahmen erbracht und vor allem personelle Kapazitäten der THE GROW GmbH für Veranstaltungen dieses Konstrukts gezielt eingesetzt. Die in diesem „Inner Circle“ generierten Einnahmen wurden nicht transparent und wirtschaftlich nachvollziehbar der THE GROW GmbH zugeordnet.
Der bk Group AG und dem eingesetzten Insolvenzverwalter war es schwer möglich alle Geschäftsvorgänge aus der Zeit vor dem Gesellschafterwechsel im Detail nachzuvollziehen, da der damalige Geschäftsführer Bernhard Schindler mit einer Mail, wenige Stunden nach Bekanntmachung der Anteilsübertragung eine 22 Punkte umfassende Anweisungsliste von nachträglichen Vertragsänderungen, Neuerstellung von Kündigungen und Rückdatierungen von Verträgen bzw. Vereinbarungen, Entfernung von Firmenschildern, usw. an seine teils engsten Vertrauten übersandte.
Auch gemeinsam mit der damaligen Prokuristin von THE GROW wurde ein Unternehmen gegründet. Nachdem diese jedoch Kenntnis von den tatsächlichen Umständen der Unternehmungen von Schindler und Brendel erlangte, wurde zusätzlich zur Kündigung die Unternehmensanteile und sämtliche von ihren entwickelten Projekten und Inhalte zu einem symbolischen Kaufpreis von 1 Euro an Herrn Jannis Brendel übertragen. Offenkundiges Ziel dieser Transaktion war es, sämtliche Verbindungen zu den Herren kurzfristig und vollständig zu beenden.
Die im Nachgang von Bernhard Schindler öffentlich dargestellten Behauptungen über angeblich erhebliche Auslösungen oder Zahlungen an die ehemalige Geschäftspartnerin sind nachweislich unzutreffend und lassen sich durch uns vorliegende entsprechende notarielle Unterlagen eindeutig widerlegen.
Trotz der herbeigeführten Insolvenzen, Gläubigerverlusten in Millionenhöhe und Trennungen von ehemaligen Geschäftspartnern werden im Jahr 2025 und 2026 neue Geldgeber, auch im internationalen Umfeld (z.B. Dubai) von Bernhard Schindler gesucht. So berichtet der dortige Unternehmer und Investor Amr Elkahwaga:
Die Investitionsanfrage in Höhe von 1,4 Mio. EUR wurde mir kurzfristig vorgelegt und mit der Aussicht auf außergewöhnlich hohe Renditen sowie die Beteiligung an vermeintlich bahnbrechenden Innovationen begründet. In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine Einladung in das private Umfeld von Bernhard Schindler und Jannis Brendel. Das dort präsentierte Anwesen wurde als Eigentum dargestellt, stellte sich jedoch nachweislich als hochpreisige Mietimmobilie im österreichischen Ellmau heraus.
Mit zunehmender Aufklärung über die unternehmerischen Hintergründe sowie einer Vielzahl nachweislich unzutreffender Darstellungen, die über nationale und internationale Kanäle an mich herangetragen wurden, gelangte auch mein Investorenkreis zu einer klaren Einschätzung: von einem Engagement ist dringend abzuraten.
Darüber hinaus wurde uns ein konkreter Fall bekannt, in dem ein ehemaliger Kapitalgeber rechtliche Schritte in Form einer Anzeige in Dubai gegen Bernhard Schindler persönlich eingeleitet hat. In diesem Zusammenhang besteht nach unserem Kenntnisstand bis heute ein Einreiseverbot, das an die vollständige Klärung des Sachverhalts beziehungsweise die vollständige Begleichung offener Forderungen geknüpft ist.
Wer es jedoch in den Monaten nach der Insolvenz wagte, seinen Unmut öffentlich zu artikulieren und mögliche neue Investoren zu warnen, findet sich direkt mit einer „Unterlassungsklage“ durch Schindlers und Brendels Anwalts Benedikt von Kuepach konfrontiert.
Reiner Schönauer, Unternehmer und ehemaliger Bekannter von Bernhard Schindler und Jannis Brendel, schildert einen entsprechenden Sachverhalt:
Dritten gegenüber wurde von Bernhard Schindler behauptet, es bestehe für ihn ein exklusives Kontingent beim Luxusautomobilhersteller Ferrari, aus welchem Reiner Schönauer großzügig ein Fahrzeugplatz zugeteilt worden sei. Die daran geknüpfte Erwartung, im Nachgang Provisionen zu generieren, erwies sich jedoch ebenso als haltlos wie die zugrunde liegende Darstellung eines entsprechenden Kontingents.
Tatsächlich erfolgte der Fahrzeugerwerb durch Reiner Schönauer ausschließlich eigenständig und ohne jegliche Mitwirkung Dritter.
Eine in diesem Zusammenhang angestrengte Unterlassungsklage von Bernhard Schindler gegen Reiner Schönauer wurde durch das Amtsgericht Ingolstadt am 20.03.2026 abgewiesen und führt zu einem klaren, sachlich belegbaren Ergebnis: Kein Kontingent, keine Provision, keine Grundlage für eine Unterlassung.
Auch gegen den Vorstand der bk Group AG, Gerold Wolfarth wurde von Bernhard Schindler eine Unterlassungsklage eingereicht, der zunächst stattgegeben wurde – allerdings ausschließlich vor dem Hintergrund, dass der dafür notwendige Insolvenzbericht mit dem Beweis der Forderungshöhe von über 5 Mio., nur in der THE GROW GmbH zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem Gericht als Entlastung vorgelegt werden konnte.
Für viele Beteiligte bleibt ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden sowie die Erkenntnis, dass nachhaltiger unternehmerischer Erfolg nicht durch laute und schillernde Kommunikation entsteht, sondern nur durch belastbare Strukturen, transparente Prozesse und eine nachhaltige verlässliche Umsetzung, so wie es die bk Group AG seit nunmehr 26 Jahren täglich beweist.





